Webseite oder Web-App | Welche Lösung für Ihre Idee

Bei der Frage, ob man seine Idee mit einer Webseite oder Web-App verwirklichen sollte, scheiden sich nach wie vor ein wenig die Geister. Beide Optionen zeichnen sich durch bestimmte Vor- und Nachteile aus, die für Laien auf den ersten Blick schwer ersichtlich sind. Doch vor einer Entscheidung sollte man sich stets gut informieren, um am Ende seinen Nutzern auch wirklich das beste Ergebnis liefern zu können.

Wir erklären Ihnen in diesem Artikel alle Vor- und Nachteile zwischen einer Webseite und einer Web-Applikation. Danach wissen Sie ganz sicher, welche Lösung für Ihre Idee die Richtige ist.

Was genau beschreibt eine Webseite?

Eine Webseite ist über den Browser erreichbar und zeigt seinem Nutzer nützliche Inhalte an. Dazu können auch digitale Inhalte zählen, wie zum Beispiel Bilder, Video und Audio. Die Inhalte auf einer Webseite sind aber statisch, das bedeutet, sie lassen sich nicht dynamisch aktualisieren bzw. manipulieren. Die meisten Webseiten erstellt man mithilfe von HTML, CSS und etwas JavaScript, aber auch fertige Lösungen wie WordPress sind heute beliebter denn je.

Webseiten sind also einseitige Informationsfeeds, die es dem Nutzer nicht erlauben, mit der Webseite zu interagieren oder zu kommunizieren. Dank des Siegeszuges von mobilen Endgeräten wie Handys und Tablets gibt es auch einen zunehmenden Fokus auf mobile Webseiten. Sie sind speziell für kleinere Touchscreens konzipiert und erlauben dadurch eine angenehme Bedienung. Zudem können sie sich der Bildschirmgröße automatisch anpassen, sofern sie dafür programmiert wurden.

Was ist eine Web-App bzw. Web-Applikation?

Die Web-App ist im Vergleich zur Webseite interaktiv und dynamisch. Sie hat oft eine Vielzahl von praktischen Funktionen, die es einem erlauben, den Nutzer in die Interaktion mit einzubinden. Eine Web-Applikation oder Web-Anwendung ist im Grunde genommen eine Applikation, die vollständig im Browser geladen wird. Beim ersten Besuch der Internetadresse lädt dabei das Endgerät alle notwendigen Daten sowie Elemente herunter und speichert diese im Cache des Browsers.

Im Hintergrund verbindet man sie oft noch mit einer Datenbank, um den Nutzer ein möglichst interaktives und persönliches Erlebnis bieten zu können. Das bedeutet auch, dass die Web-App Daten zum Nutzer referenzieren und speichern kann, die dann über die Schnittstelle zu dieser Datenbank abgerufen werden. Da hier also wesentlich mehr Elemente miteinander agieren, ist die Entwicklung einer Web-App wesentlich aufwendiger als bei einer reinen Webseite.

Webseite oder Web-App im direkten Vergleich

Als Nächstes möchten wir die beiden Lösungen mit Hinblick auf fünf Gesichtspunkte miteinander vergleichen. Dabei werden die Vor-und Nachteile deutlich, die Ihnen bei Ihrer Entscheidung wesentlich helfen können.

  1. Interaktivität: Wie gut wird der Nutzer eingebunden?
  2. Integration: Kann man verschiedenen Komponenten und Tools integrieren?
  3. Benutzerfreundlichkeit: Welche Lösung lässt sich auf Endgeräten besser nutzen?
  4. Authentifizierung: Ist eine Anmeldung des Nutzers sinnvoll?
  5. Entwicklungsaufwand: Wie hoch sind die Kosten zur Entwicklung?

Es gibt sicherlich noch einige weitere Faktoren, die besonders in speziellen Fällen hinzukommen können. Aber dann braucht es eigentlich auch immer eine professionelle Beratung, bevor man mit der Entwicklung einer Webseite oder Web-Applikation beginnt.

1. Interaktivität – Welche Lösung ist interaktiver für den Nutzer?

Eine Website bietet dem Nutzer statische Inhalte, die er sehen und lesen, aber in keiner Weise beeinflussen kann. Bei einer Webanwendung kann der Benutzer hingegen nicht nur den Seiteninhalt lesen, sondern auch die Daten auf dieser Seite manipulieren. Die Interaktion erfolgt in Form eines Dialogs: Der Nutzer klickt auf eine Schaltfläche oder füllt ein Formular aus und erhält eine Antwort von der Seite. Diese Antwort kann in Form eines Downloads, eines Online-Chats, einer elektronischen Zahlung und vielem mehr erfolgen.

Soziale Netzwerke sind ein dafür ein eindrucksvolles Beispiel. Sie verbinden die Nutzer über Chats und Blog-Plattformen, generieren Feed-Inhalte auf Grundlage der Vorlieben der Nutzer und ermöglichen den nahezu unbegrenzten Austausch von Inhalten. Ganz zu schweigen von den eingebauten Minianwendungen zur Unterhaltung der Nutzer. Deswegen kann man prinzipiell sagen, dass Web-Apps in Sachen Interaktivität wesentlich besser sind und einem kaum Grenzen setzen.

2. Integration – Erlaubt die Web-App mehr Integration als eine Webseite?

Integration bedeutet, dass verschiedene Komponenten zusammengebracht werden, um ein umfassenderes System aufzubauen. Sowohl eine Webseite als auch die Web-App können mit anderer Software (CRM, ERP usw.) integriert werden. Dennoch ist die Integration typischer für Web-Applikationen, da ihre komplexe Funktionalität oft eine Interaktion mit zusätzlichen Systemen erfordert. Die Web-App kann hier deswegen besser ihre typischen Stärken ausspielen.

Ein Beispiel ist die Integration einer geschäftlichen Webanwendung (z. B. eines E-Shops) mit einem CRM-System. Ein CRM speichert alle Kundendaten an einem Ort und bietet den Mitarbeitern einen einfachen Zugang zu ihnen. Die Integration ermöglicht die automatische Erfassung von Benutzerdaten der Web-App und deren Speicherung im CRM. Auf diese Weise erhält Ihr Team Zugang zu einem vollständigen Satz von Daten über Kunden, deren Anfragen, Kommunikation und Feedback.

3. Benutzerfreundlichkeit – Gibt es Unterschiede bei der Bedienung?

Bei der Freundlichkeit für den Benutzer gibt es zunächst keine großen Unterschiede zwischen einer Webseite und Web-App. Zwar erlaubt die Web-App mehr Funktionen und eine unbegrenzte Personalisierung, aber das kommt auch oft mit mehr Komplexität für den Nutzer. Eine Webseite hingegen ist oft einfach und schlicht, bietet einem schnell die Informationen, nach denen man sucht.

Ein Punkt, der früher oft angesprochen wurde, ist die Geschwindigkeit der beiden Lösungen. Eine Web-Applikation hat wesentlich mehr Code, Elemente und Inhalte, die es zu laden gilt. Doch aufgrund der rasenden Entwicklung bei der Leistung von Endgeräten und der zunehmenden Verbreitung von Breitbandanschlüssen bzw. 4G/5G, spielt dieser Faktor heute praktisch kaum noch eine Rolle. Richtig entwickelt, können beide Optionen mit hoher Benutzerfreundlichkeit auf allen Geräten überzeugen.

4. Authentifizierung – Muss man sich anmelden zur sinnvollen Nutzung?

Für eine Webseite ist eine Authentifizierung nicht unbedingt obligatorisch. Dem Nutzer kann angeboten werden, sich zu registrieren, um Zugang zu zusätzlichen Optionen zu erhalten, die unregistrierten Besuchern der Webseite nicht zur Verfügung stehen. So können Sie beispielsweise Nachrichten und Artikel auf einer Nachrichten-Website durchsehen, ohne sich zu registrieren. Wenn Sie jedoch einen Kommentar abgeben möchten, müssen Sie sich anmelden bzw. authentifizieren.

Web-Apps erfordern meist eine Authentifizierung, da sie ein viel breiteres Spektrum an Möglichkeiten bieten als Webseiten. Nehmen Sie ein Beispiel aus den sozialen Netzwerken. Wenn Sie sich registrieren, erstellen Sie ein Konto und erhalten eine eindeutige Identifikationsnummer. Benutzerkonten müssen dabei gut gesichert werden, um unbefugten Zugriff und die Weitergabe sensibler Daten zu verhindern. Dadurch steigen auch die Anforderungen an die IT-Sicherheit exponentiell an, je nachdem, welche Daten zu Nutzern gespeichert werden.

5. Entwicklungsaufwand – Was kostet die Entwicklung einer Webseite oder Web-App?

Bei den Kosten gibt es immer gravierende Unterschiede mit Hinblick auf die Anforderungen. Jedoch kann man prinzipiell sagen, dass die Entwicklung einer Web-App wesentlich aufwendiger ist als bei einer Webseite. Eine gute Webseite kann mitunter auch von einer Person oder einem kleinen Team vollständig übernommen werden. Das geht in der Regel jedoch nur bei sehr einfachen Web-Apps mit weniger Funktionen, die teilweise auch auf fertige Plugins aus WordPress oder Wix zurückgreifen.

Die Entwicklung einer komplexen Web-Applikation braucht hingegen in der Regel viel Zeit und ein dediziertes Team. Zum Vergleich: Eine einfache Webseite kann bis zu 10.000 Euro kosten. Bei der einfachen Web-App sind jedoch bis zu 50.000 Euro nicht unüblich. Eine komplette Eigenentwicklung mit hoher Komplexität kann noch viel mehr kosten, eine Grenze nach oben gibt es praktisch nicht. Facebooks Web-App mit all seinen Funktionen kommt auf über 60 Millionen Zeilen Code, die Kosten gehen dabei schnell in die Milliarden.

Beispiele für gute Webseiten und Web-Apps

Alle großen und bekannten Unternehmen setzen mittlerweile vermehrt auf Web-Apps, um den Nutzern mehr Funktionen und mehr Interaktivität bieten zu können. Schließlich erwarten viele Besucher heutzutage oft gewisse Annehmlichkeiten, die sich oft nur mit einer Web-App bedienen lassen. Hinzu kommt, dass immer mehr kleinere Unternehmen auf Systeme wie WordPress, Wix oder Squarespace setzen, bei denen sich mit vergleichbar wenig Aufwand eine Webseite zu einer Web-App machen lässt.

Deswegen ist es gar nicht mehr so einfach, eine Webseite zu finden, die nicht bereits zur Web-App modifiziert wurde. Nachrichtenseiten wie Spiegel oder Die Welt sind klassische Beispiele für gute Webseiten mit Anmeldung. Alle großen IT-Unternehmen wie Facebook, YouTube oder auch Google-Dienste wie Gmail oder Google Drive setzen hingegen auf umfassende Web-Apps, die zahlreiche Funktionen abdecken und integrieren. Das gilt natürlich nur, wenn man sie über den Browser ansteuert, und nicht über die native App aus dem App Store.

Welche Option ist die richtige Lösung für Ihre Idee?

Das Erlebnis für den Nutzer ist aufgrund der vielen Möglichkeiten bei einer Web-App wesentlich vielfältiger als bei einer Webseite, aber auf der anderen Seite stehen steigende Kosten und mehr Komplexität. Deswegen sollte man mit Hinblick auf seine eigene Idee zunächst die Frage beantworten, welche Art von Dienst oder Produkt man dem Besucher anbieten möchte.

Geht es nur darum, eine Adresse anzubieten, auf der sich zusätzliche Informationen zum Angebot finden lassen sollen, dann ist eine Webseite oft völlig ausreichend. Sie ist schnell programmiert und kann kostengünstig verwaltet werden. Zudem bieten viele Dienste und Templates aus WordPress, Wix und Co. fast schon fertige Lösungen an, die sich umfassend individualisieren lassen. Aufgrund ihrer Flexibilität und den zahlreichen Plugins kann man später aus der Webseite sogar noch relativ einfach eine Web-App machen.

Ist hingegen bereits zu Beginn klar, dass man bestimmte interaktive Funktionen und Integrationen braucht, dann muss man mit einer Web-App planen. Es ist also sehr wichtig, von Anfang an die Anforderungen richtig zu erfassen. Diese entscheiden nämlich oft über einen erfolgreichen Entwicklungsprozess und das fertige Produkt. Deswegen sollte man im Zweifel auch immer einen Experten zurate ziehen, der mit den Unterschieden sowie Vor- und Nachteilen zwischen einer Webseite und Web-App bestens vertraut ist.

Entscheidungshilfe zu Ihrer Idee auf einen Blick

Sie können aus der unten stehenden Tabelle alle Faktoren zur jeweiligen Option auf einen Blick sehen. Damit haben Sie noch mal eine praktische Entscheidungshilfe direkt zur Hand, falls Sie also beim Lesen des ausführlichen Textes einen Punkt vergessen haben.

WebseiteWeb-App
Vorteile:
– Gut für statische Inhalte zur Information
– Schnell und kostengünstig zu entwickeln
– Dank Plugins später zur Web-App erweiterbar

Nachteile:
– Keine interaktiven und integrierten Zusatzfunktionen
Vorteile:
– Interaktives Erlebnis für den Nutzer
– Integration von Zusatzdiensten
– Zahlreiche Möglichkeiten zur Personalisierung

Nachteile:
– Aufwendig bei Entwicklung, Verwaltung und Pflege

Bitte beachten Sie, dass dies nur eine grobe Zusammenfassung aller vorherigen Punkte ist. Brauchen Sie noch mal alle Details, dann lesen Sie diese am besten direkt im Text nach. Sollten dennoch offene Fragen bestehen, dann scheuen Sie sich nicht davor, professionellen Rat und Hilfe in Anspruch zu nehmen.

mucByte – Ihr zuverlässiger Experte für die Entwicklung und Erstellung einer Webseite oder Web-App

Wenn Sie mit dem Gedanken spielen, Ihre Idee als Webseite oder Web-App umzusetzen, kann der richtige Partner einen wesentlichen Beitrag zu einem erfolgreichen Projekt beisteuern. Als IT-Dienstleister und Berater aus München kann mucByte Ihr Unternehmen bei allen Schritten des Projektes begleiten und aktiv führen.

Schon beim Sammeln der ersten Anforderungen passieren nämlich oft die ersten Fehler, die dann dazu führen können, dass weder das Budget reicht noch das Ergebnis stimmt. Als Folge steigen die Kosten schnell auf ein Vielfaches von dem, was man zu Beginn geplant hat. Zudem werden die Aufwände in der Entwicklung sehr häufig unterschätzt, was das laufende Projekt abrupt abbremsen kann. Deswegen ist es von unschätzbaren Wert, auf die richtige Expertise zurückzugreifen.

Auch bei der anschließenden Wartung und Pflege hilft mucByte Ihnen, die Webseite oder Web-App stets auf qualitativ hohem Niveau zu halten und Bugs auszubessern. Damit garantieren Sie auch langfristig ein erstklassiges Erlebnis für Ihre Nutzer und Besucher. Das schafft auch zusätzliches Vertrauen in Ihre Produkte und in Ihr Unternehmen.

Fazit: Ob Webseite oder Web-App hängt ganz von Ihren Anforderungen ab

Am Ende entscheiden Ihre Anforderungen im Wesentlichen darüber, ob eine Webseite oder Web-App die richtige Lösung für Ihre Idee ist. Beide Optionen können mit ganz eigenen Vor- und Nachteilen überzeugen, die man von Anfang an im Blick behalten sollte. So eignen sich Web- oder Internetseiten besonders gut für statische Inhalte und lassen sich schnell und günstig erstellen.

Auf der anderen Seite locken Web-Apps mit zahlreichen personalisierten Funktionen und tiefer Integration zu anderen Diensten sowie Datenbanken. Das bietet einem praktisch grenzenlose Möglichkeiten, um Kundenbedürfnisse gezielt zu bedienen. Jedoch können sich die Kosten zur Entwicklung und Pflege bei einer Web-App sehr schnell summieren. Ebenso steigen Anforderungen an IT- und Datensicherheit, die mit der Personalisierung einhergehen.

Deswegen gilt es auch, sich bei einer Webseite oder Web-App von Anfang an richtig beraten zu lassen, um am Ende auch wirklich die richtige Lösung zu erhalten. Eine nachträgliche Änderung kostet nämlich um einiges mehr.

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